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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Tübingen / Katar

Foto: pixabay.com
Theologinnen starten Diskurs zur "Weiblichkeit im Islam": Universitäten starten Kooperationsprojekt

Das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen und die Georgetown Universität in Katar erforschen das Konzept der "Weiblichkeit im Islam". Islamische Theologinnen wollen sich dafür mit Wissenschaftlerinnen weltweit vernetzen und eine theologische Auseinandersetzung mit dem Thema anregen. Zudem soll es fester Bestandteil der universitären Lehre werden.

Gefördert wird das Projekt „Exploring the Feminine within Islam" 2019 im Programm „Hochschuldialog mit der Islamischen Welt" des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amts.

Während es Fortschritte in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung zu „Islam und Gender" gibt, insbesondere in der Soziologie und Anthropologie, steckt eine theologische Auseinandersetzung zur „Weiblichkeit im Islam" noch im Anfangsstadium. „In Anbetracht unserer unruhigen internationalen Welt ist es wichtiger denn je, dass muslimische Frauen nicht nur der Gegenstand laufender Diskussionen im Islam sind", sagt Projektleiterin Lejla Demiri, Professorin für Islamische Glaubenslehre an der Universität Tübingen. „Vielmehr sollten sie als Theologinnen selbst zu den wichtigen Gesprächen über Gender und Religion beitragen."

Mit dem Projekt wollen das Tübinger Zentrum für Islamische Theologie (ZITH) und die Georgetown Universität Katar Wissenschaftlerinnen aus vielen Ländern zum Forschungs- und Lehrthema „Weiblichkeit im Islam" zusammenbringen. Geplant ist unter anderem, Forscherinnen aus mehrheitlich muslimisch geprägten Ländern jährlich zu einer Fachtagung nach Tübingen einzuladen. Von Tübingen und Katar aus soll ein intrareligiöser Dialog zwischen rund 30 Wissenschaftlerinnen der islamischen Theologie und verwandter Studienfächer angeregt werden. Diese könnten sich wiederum mit weiteren Theologinnen und Theologen an anderen Hochschulstandorten vernetzen, so die Idee.

Das Projekt wird unterstützt und mitentwickelt vom Forscher-Alumni-Netzwerk der Universität Tübingen und ist Teil der hochschulweiten Internationalisierungsstrategie. Wissenschaftlerinnen, Studierende und Alumnae sollen als Multiplikatorinnen in den jeweiligen Teilnehmerländern eingebunden werden, unter anderem in Marokko, im Libanon und im Iran.

Ziel ist ein Wissensaustausch und die gegenseitige Entsendung von Wissenschaftlerinnen für Lehrtätigkeiten zunächst nach Tübingen oder Katar. Langfristig sollen Mentoring-Strukturen zwischen verschiedenen Karrieregraden entstehen, um Nachwuchsforschende als gleichberechtigte Gesprächspartner in den Diskurs einzubeziehen. „Auf lange Sicht möchten wir Frauen eine Stimme verleihen, die sich ernsthaft für die Verbesserung ihrer Welt(en) durch ihre Arbeit, ihren Aktivismus und ihren Dienst an der Humanität einsetzen", sagt die Wissenschaftlerin Sohaira Siddiqui, Theologie-Professorin an der Georgetown Universität in Katar. „Wir hoffen, dass unser Projekt nicht nur den Beteiligten des Diskurses nützt, sondern auch den Gesellschaften, in denen wir leben."


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