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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Reutlingen

Foto: RTF.1
Ein Seelsorger geht in den Ruhestand - Prälat Rose offiziell verabschiedet

Dreizehn Jahre lang war Dr. Christian Rose Prälat der größten Prälatur der evangelischen Landeskirche in Württemberg. Mit 65 Jahren geht der Seelsorger jetzt in den wohlverdienten Ruhestand. Die offizielle Verabschiedung fand am Sonntag in einem Gottesdienst in der Reutlinger Marienkirche statt. Wir waren für Sie mit dabei.

Ein Seelsorger und Brückenbauer geht in den Ruhestand – dass titelt die Evangelische Landeskirche in Württemberg in ihrer Pressemitteilung zur offiziellen Verabschiedung ihres Prälaten Dr. Christian Rose.

Beim Gottesdienst in der Marienkirche lobte Landesbischof Dr. Frank Otfried July, Roses Engagement und Vielseitigkeit.

„Lieber Christian, mich hat immer beeindruckt wie du Gemeindeerfahrung, Seelsorge-Erfahrungen, wissenschaftliche Theologie und auch geistlich-spirituelle Sichtweisen zusammengebunden hast oder zusammenbinden wolltest", so July.

Rose habe in den zwölf Kirchenbezirken seiner Prälatur hunderte Wiederbesetzungssitzungen und Visitationen geleitet und zahlreiche Dekane und Dekaninnen sowie Schuldekane in ihr Amt eingeführt. Der Landesbischof lobte den Gemeindeaufbau und die intensiven Gespräche, Diskussionen und die gemeinsame Suche nach dem besten Weg, den Rose stets betrieben habe.

Nach vielen Worten des Dankes und einer biografischen Einordnung, entließ ihn der Landesbischof in den neuen Lebensabschnitt.

„Lieber Christian Rose, hiermit entpflichte ich dich vom Amt des Prälaten, des Regionalbischofs von Reutlingen. Du darfst die Aufgabenstellung dieses Amtes an die evangelische Landeskirche zurückgeben, die diesen Auftrag auf andere Schultern legen wird. Sogleich bleibst du ordinierter Pfarrer in unserer Landeskirche Württemberg mit all den Rechten und Möglichkeiten und Pflichten", so July.

Zuvor war Prälat Rose in seiner Predigt (1. Mose 50, 15-21) auf die konfliktreiche Geschichte von Josef und seinen Brüdern eingegangen und auch auf die tiefgreifenden Veränderungen in Kirche und Gesellschaft: „Habt keine Angst, ihr seid nicht an Gottes Stelle und müsst es auch nicht sein," zitiert Rose.

Nach der Schlusssegnung durch Prälat Rose und dem Ende des Gottesdienstes wurden noch weitere Grußworte an Rose gerichtet, so auch vom Tübinger Regierungspräsident Klaus Tappeser:

„Ich freue mich, dass ich Christian Rose von seiner Einsetzung, ich durfte dabei sein, bis zum heutigen Tag begleiten durfte. Ich freue mich, dass wir uns weiter begegnen werden. [...] Ich wünsche, dass die Empathie, die du für deine Amtsführung hast, dir entgegen schlägt, in Familie, im Freundeskreis und in deinem neuen Lebensabschnitt", sagte Tappeser.

Auch der katholische Dekan Hermann Friedl sprach - als Vertreter der Ökumene - seine Grußworte und bedankte sich für den gemeinsamen Weg:

„Ein Prälat mit Format, wohl dem, der einen solchen hat. Nun geht er in den Ruhestand, ein Mensch mit Herz, Hand und Verstand. [...] Ob als wissenschaftlicher Assistent an der Uni, als Gemeindepfarrer oder Rektor und Professor für biblische Theologie und Gemeindediakonie, an Ideenreichtum, Kreativität und Ausstrahlungskraft fehlte es ihm nie", so Friedl.

Die Tübinger Dekanin Elisabeth Hege betonte viele Vorzüge des Prälaten und dass er Rücken stärkend gewesen sei:

„Wenn manche Entscheidungen der Kirche auf Unverständnis gestoßen sind oder wenn ganz unterschiedliche Bilder von Kirche im Raum standen, dann hast du klug und aufmerksam, zugewandt, seelsorgerlich und humorvoll das Gespräch geführt", beschreibt Hege den Prälaten.

Um trotz Ruhestand die Nähe zur Marienkirche bewahren zu können, erhielt der Prälat ein ganz besonderes Geschenk.

„Diese Kreuzblume (Anm. d. Red. Steinschmuck der Marienkirche) wollen wir Ihnen überreichen, zum Dank und zum Abschied. Eine Erinnerung an die Marienkirche und an den ganzen Sprengel Reutlingen", so Hege.

Die Kreuzblume sei bei Renovierungsarbeiten an der Außenfassade der Marienkirche abgenommen und durch einen neuen Stein ersetzt worden. Anschließend sei sie durch einen Bildhauer nachbearbeitet und in einen präsentablen Zustand gebracht worden.

Auch Prälat Rose bedankte sich bei all denen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Abschließend sprach Rose ein Wort des Mystikers Franz von Sales: „Wenn du deinen Dienst getan hast, sei still und zufrieden, lege den Schlüssel unter die Matte und geh. Schau nicht zurück, gehe in Frieden, lass los, verscheuche allen Groll aus deinem Herzen und vergiss nicht, einer weiß Bescheid", so Rose.

Die komplette Verabschiedung von Prälat Dr. Christian Rose mit Gottesdienst sehen Sie hier in der RTF.1-Medathek und außerdem diesen Sonntag um 11 Uhr im Kabelprogramm von RTF.1.

Und wenn Sie wissen wollen, was der Prälat jetzt in seinem Ruhestand so vor hat, können Sie sich auf ein „Im Gespräch" mit unserem Moderator Roland Steck im Juli freuen.


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