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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Ammerbuch-Entringen

Foto: RTF.1
Jubiläumsausstellung - Maler und Künstler Manfred Luz zeigt Werke aus 70-jähriger Schaffensperiode

Mit 15 Monaten Verspätung wurde am Wochenende die Jubiläumsausstellung des Malers und Künstlers Manfred Luz feierlich eröffnet. Ursprünglich war die Ausstellung für Mai 2020 anlässlich seines 90. Geburtstags geplant, aber dann kam die Corona-Pandemie. Doch gerade diese Zeit der Stille und der Einsamkeit nutzte der Maler, um ganz neue Werke entstehen zu lassen.

Mit seiner eigenen Kunstgalerie in Ammerbuch-Entringen erfüllte sich Manfred Luz 2010 einen Traum und schuf ein Zuhause für seine Werke. Die Schaffensperiode des Malers umfasst stolze 70 Jahre. Luz lernte im alten Stil zeichnen und genoss eine klassische Ausbildung, besuchte die Accademia dell'Arte in Florenz. In den 50er Jahren widmete er sich Selbstbildnissen, in den 60ern war er dem Kubismus zugeneigt. Die Werke aus seiner neuesten Schaffensperiode im Zeitraum 2019 und 2020 sind vom Klimawandel, von Corona und spirituellen Erlebnissen inspiriert.

„Hier sehen Sie, dass ist dieser dunkle Fleck, der uns ja überall begleitet im Moment", erklärt der Maler und zeigt auf eines seiner Bilder. „Die Angst, [...] das Trostlose, was auf uns zukommt. Was eigentlich vom Menschen gemacht ist. Es liegt auch wieder Hoffnung darin und die müssen wir halt wahrnehmen", so Manfred Luz.

Gerade in der Zeit des Alleinseins, der Stille und der Einsamkeit, fand der Künstler einen Zugang zu Neuem. Gut erkennbar in seinen neuesten Werken, die deutlich farbiger und heller als die vergangenen Werke sind.

„So habe ich, in diesen vergangenen zwei Jahren, eine ganz neue Welt erschlossen für mich. Mit Farben und mit Formen, die ich vorher eigentlich nie in diesem Ausmaß hatte. Und das ist wie ein kleines Wunder für mich und ich bin dankbar, dass mir das widerfahren ist", unterstreicht Luz.

Zur Eröffnungsfeier sprach auch der katholische Theologe und Archäologe Matthias Reith, der über die Arbeiten und das Leben des Malers berichtete. „Die Kunst ist Gotteskraft, die sichtbar macht" - betonte Luz selbst in seiner Rede. Gotteskraft, aber auch das allmächtige Universum beeinflussen sein künstlerisches Handeln, berichtet er.

„Wir müssen Respekt haben vor dem Göttlichen. Wir müssen Respekt haben vor dem Raum, in dem wir leben. Wir müssen Respekt haben, das was uns geschenkt wurde auch auf dieser Erde entsprechend zu pflegen und zu hegen. Und das machen wir halt nicht, gell", resümiert Luz.

Manfred Luz nutzt die Kunst, um sich auszudrücken und um die Themen, die ihn beschäftigen, sichtbar zu machen. Für den Maler bietet eine Niederlage wie wir sie jetzt durch Corona erleben, auch neue Hoffnung. Wenn seine Gesundheit es zulasse, so Luz abschließend, wolle er an diese neue, farbenfrohe Schaffensperiode auch weiter anknüpfen.


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