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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Münsingen

Foto: RTF.1
Beate Müller-Gemmeke besucht Tafelladen

Die Tafeln in der Region haben nun schon das dritte Jahr in Folge mit Herausforderungen zu kämpfen: nach der Corona-Pandemie kam der Ukraine-Krieg, der mehr Geflüchtete zu den Tafeln führte. Und nun gehen die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise vielen Menschen an den Geldbeutel. Ob das Auswirkungen auf den Münsinger Tafelladen hat, wollte die Reutlinger Bundestagsabgeordnete der Grünen, Beate Müller-Gemmeke, im Rahmen ihrer Albtour erfahren.

Ihre Albtour führte die Reutlinger Bundestagsabgeordnete der Grünen, Beate Müller-Gemmeke, nach Münsingen. Hier besuchte sie am Donnerstag den Tafelladen. Ein unheimliches Potpourri an Themen habe sie hierher geführt.

"Wir haben die Coronazeit hinter uns. Wir sind in der Zeit, wo ukrainische Geflüchtete angekommen sind, und wir laufen in die Zeit, wo Menschen durch erhöhte Lebensmittelpreise und Energiepreise Probleme haben. Ich glaube, dass sich das auf die Tafel auswirkt", so Müller-Gemmeke.

Der Tafelladen ist gleichzeitig auch ein Second-Hand-Laden, in dem Menschen gebrauchte Waren kaufen können. Hier gebe es sehr viel Nachschub und auch eine hohe Nachfrage, erzählt Ina Kinkelin-Naegelsbach. Sie ist die Leiterin der Diakonischen Bezirksstelle Münsingen, die der Träger der Tafel ist.

Lebensmittel werden keine mehr im Tafelladen angeboten. Wegen der Corona-Pandemie wurde der Verkauf nach draußen verlagert, und zwar in Weihnachtshütten. Diese stehen auf dem Rathausplatz – auch heute noch. Zweimal die Woche kann hier für wenig Geld eingekauft werden.

Die Lage sei hier noch nicht so dramatisch wie bei manch anderen Tafeln. Es müssten noch keine Kunden weggeschickt werden, erzählt Tafel-Mitarbeiter Jörg Wolff: "Am Anfang des Jahres war es noch wesentlich besser, denn da hatten wir sehr viel übrig. Jetzt ist es so, dass manche Sachen komplett ausverkauft sind. Es ist noch nicht dramatisch, die Leute kriegen noch alles was sie brauchen. Aber es ist wesentlich dünner geworden, auch das Angebot ist nicht mehr so vielfältig wie vorher."

Seit dem Ukraine-Krieg habe sich auch die Kundschaft verändert. 50 bis 70 Prozent der Neukunden bei der Lebensmittel-Tafel seien ukrainische Geflüchtete. Die einheimischen Stammkunden würden wegbleiben. Warum, darüber kann Ina Kinkelin-Naegelsbach nur mutmaßen.

"Menschen sagen: Ach, wenn so viele Neue kommen, bleibt für mich zu wenig übrig. Dann lohnt sich der Weg nicht. Es kann aber auch sein, dass durch die Zunahme der Ukraine-Flüchtlinge eine Gruppe auftritt, die sehr präsent ist und andere sich an den Rand gedrängt fühlen", so Kinkelin-Naegelsbach.

Die steigenden Lebensmittel- und Energiepreise haben bisher noch nicht mehr Einheimische zur Tafel geführt. Doch Kinkelin-Naegelsbach geht davon aus, dass das Anfang des nächsten Jahres passieren wird. Wenn die Nachzahlungen für die Energiekosten kommen.

Deshalb ist für die Grüne Bundestagsabgeordnete klar: es braucht ein drittes Entlastungspaket. Es soll gezielt bestimmte Gruppen entlasten, wie Rentner, Geringverdiener und Arbeitslose: "Der Regelsatz muss erhöht werden, weil das ist ja nichts Einmaliges, sondern die höheren Preise wird es auch noch in fünf Monaten geben. Die Inflationsrate der letzten Monate war enorm, das wird mit Einmalzahlung nicht ausgeglichen. Wir haben ausgerechnet, dass wir eine Erhöhung von mindestens 50 Euro am Regelsatz brauchen", so Müller-Gemmeke.

Bei Leuten, die wenig verdienen, müsse das Wohngeld erhöht werden. Die Bundestagsabgeordnete geht davon aus, dass im Herbst die Entscheidung fallen wird, was in dieser Hinsicht getan werde.


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