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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Ostern

Foto: RTF.1
Das Fest der Auferstehung: Was das für evangelische und katholische Christen bedeutet

Mit der Osternacht endet die Fastenzeit, und die Osterzeit beginnt. Die Christen feiern das Fest der Auferstehung Jesu Christi, doch die Wurzeln reichen über das jüdische Pessach-Fest bis weit in graue Vorzeit. Was das Osterfest für die Kirchen und die Christen heutzutage bedeutet, erklären Prälat Markus Schoch für die evangelische und Dekan Hermann Friedl für die katholische Kirche.

In der Reutlinger Marienkirche steht ein Heiliges Grab. Es ist eines der ältesten Teile der Kirche, stammt noch aus der Zeit vor der Reformation, also aus dem Mittelalter. Hier trauern die Frauen am leeren Grab. "Und das leere Grab an sich sagt uns noch gar nichts aus", so Prälat Markus Schoch. "Erst in der Begegnung mit dem Auferstandenen haben dann Frauen und auch die Jüngerinnen und Jünger Jesu so langsam verstanden, was es eigentlich heißt, dass der Tod nicht das letzte Wort hat und dass Christus nicht im Tod geblieben ist sondern auferstanden ist."

Jesus erscheint über den trauernden Frauen als Auferstandener, als Sieger über den Tod. Doch die Spuren des Todes, die Wunden, sind noch da. "Das heißt, Ostern löscht all das Leid, all den Schmerz, all das Schwere in dieser Welt nicht aus", so Schoch, "sondern diese Spuren bleiben. Aber sie sind eben in der Auferstehung überwunden."

Der Osterglaube, also der Glaube an die Auferstehung Jesu Christi am Ostersonntag, gehört zu den zentralen Inhalten, zum Kern des christlichen Glaubens. Für Prälat Markus Schoch ist es die große Hoffnung für die Zukunft, die Gott mit den Menschen und dieser Welt vorhat. Dass es nämlich nicht zu Ende sei an der Stelle, an der alle dächten, es wäre zu Ende.

"Gottes Möglichkeiten sind größer und stärker als wir es uns vorstellen können", sagt Schoch. "Es gibt eine Zukunft für diese Welt, es gibt eine Zukunft für mein Leben, und das gibt uns Kraft und Mut, im heutigen Alltag zu bestehen und unseren Weg auf dieser Welt weiterzugehen."

 

Der absolute Höhepunkt im Kirchenjahr

Für die katholische Kirche ist Ostern das Fest der Christen schlechthin. Der absolute Höhepunkt im ganzen Kirchenjahr. Denn da werde der Sieg über das Dunkel, der Sieg über das Leiden und den Sieg über Sterben und Tod gefeiert.

"Mit seiner mit seiner Auferstehung hat Jesus am Ostertag sozusagen die Welt auf den Kopf gestellt", sagt Dekan Hermann Friedl. "So was von unglaublich, also im wahrsten Sinne des Wortes, aber das ist das Zentrale unseres christlichen Glaubens, dass Jesus all das Böse, all die Sünde, all die Schuld, ja den Tod besiegt hat durch seine Auferstehung."

 

Das Ei als Symbol der Auferstehung

Die bunt gefärbten Eier spielen an Ostern eine wichtige Rolle. Sie sind kein Relikt aus heidnischen Zeiten sondern seit dem frühen Christentum ein Symbol für die Auferstehung Christi. "Ein Ei, wenn Sie es nicht behandeln, dann läppert diese ganze Brühe durch die Finger, und Sie haben eigentlich nichts mehr", so Dekan Friedl. "Wenn Sie das Ei entsprechend behandeln, ausbrüten, dann entsteht daraus neues Leben."

Das Ei ist also wie ein Grab – nach außen geschlossen, und man sieht nicht, was im Inneren geschieht. "Wenn da dieses neue Leben wächst, dann will das irgendwie raus aus diesem Eiergrab, dann bricht dieses Ei, dann bricht dieses Grab buchstäblich auf, und dieses neue Leben kommt zum Vorschein."

Die frühen Christen in Mesopotamien hatten die Eier rot gefärbt, um das Blut Christi zu symbolisieren. Heutzutage gibt es Ostereier in allen Farben. Darin komme zum Ausdruck, dass das neue Leben bunt, vielfältig und schön sei und dass es vor Leben nur so strotze.

 

Der Hase als Symbol der Fruchtbarkeit

Aber was hat es mit dem Osterhasen auf sich? "Der Osterhase gilt ja als eines der Tiere, der sehr fruchtbar ist, viel Fruchtbarkeit zeigt, und so entsteht aus dem scheinbar Toten etwas neues, fruchtbares", sagte Dekan Friedl, "und er zählt ja auch zu den Tieren, die als erstes im Frühjahr ihre Jungen werfen und dieses neue Leben gebären."
Nach dem Winter bricht die Natur hervor, und es entsteht neues Leben. Ebenso wie Jesus nach christlichem Glauben von den Toten auferstanden ist und dadurch Glaube und Hoffnung nährt, dass auch der eigene Tod nicht das Ende ist.


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