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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Stuttgart

Foto: Diözese Rottenburg-Stuttgart
Das Pontifikalamt mit Bischof Dr. Klaus Krämer

Die Geburt Jesu Christi ist eines der höchsten Feste der Christenheit. In der römisch-katholischen Kirche wird dieser Anlass am 1. Weihnachtsfeiertag entsprechend auch mit einer besonders feierlichen Form der Heiligen Messe begangen: Dem Hochamt oder - sofern ein Bischof die Messe hält - dem Pontifikalamt. Unseren Beitrag zum Pontifikalamt mit Dr. Klaus Krämer, dem Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, sehen Sie jetzt. Dieses Mal nicht aus dem Rottenburger Dom, sondern aus der Domkirche St. Eberhard in Stuttgart.

Mit den Klängen aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium begann das Pontifikalamt pünktlich um 11 Uhr in der Stuttgarter Domkirche St. Eberhard.

Das Licht war das zentrale Thema des Gottesdienstes zur Geburt Jesu Christi. Nicht nur das Johannes-Evangelium drehte sich darum, Bischof Krämer rückte es auch in seiner Predigt in den Vordergrund.

"Das Licht, das die Dunkelheit durchbricht ist ein starkes Zeichen. Gerade in diesen adventlichen und weihnachtlichen Tagen. Das Licht in unseren Innenstädten – auch hier in Stuttgart in den Straßen und auf den Weihnachtsmärkten, da die langen, dunklen und kalten Nächte verzaubert und in einen besonderen Glanz hüllt" sagte Krämer.

Er denke aber auch religionsübergreifend an die Chanukka Lichter und an die Opfer des Attentats von Sydney. Das Leuchten der Lichter in die Finsternis wollte Krämer deshalb auch als metaphorisches Zeichen verstanden haben. Denn für die Menschen sei die aktuelle Zeit allgemein eine dunkle Zeit.

"Krieg, Hass und Gewalt bestimmen die Nachrichten, die uns jeden Tag erreichen. Immer wieder Anschläge auf unschuldige Menschen und die nie enden wollenden Kriege und Konflikte in der Ukraine, im Sudan und an den vielen Orten, von denen wir überhaupt nichts hören" so Krämer.

Er gedenke vor allem denjenigen, die sich zum Beispiel in Krisenregionen für diejenigen stark machen, die keine eigene Stimme haben. Aber auch den Menschen, die an Weihnachten Menschen besuchen, die allein sind.

Auf diese Weise könne man Jesus Christus selbst begegnen und das Licht als eine mächtigere Wirklichkeit anerkennen als die Dunkelheit.

"Für die aber, die es erkennen und die es aufnehmen – Für diejenigen, die sich von diesem Licht erleuchten lassen, für diese Menschen öffnet sich ein neuer Zugang zur Wirklichkeit. Es erscheint alles buchstäblich in einem anderen Licht. Sie lernen, die Welt mit den Augen Gottes zu sehen" so der Bischof.

Auf diese Weise könnten die Menschen auch auf die verborgene Anwesenheit Gottes aufmerksam werden. Wer sich auf das Licht einlasse könne erkennen, dass es sich lohnt ihm Raum zu geben.


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