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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Reutlingen

Foto: RTF.1
Ein Jahr Ukraine-Krieg: Hilfsprojekte ziehen Bilanz

Seit fast einem Jahr herrscht in der Ukraine Krieg. Seither sind viele Menschen von dort geflohen, einige auch nach Deutschland. Damit sich die Geflüchteten in ihrer neuen Heimat schnell zurechtfinden, gibt es Vereine wie das Bildungszentrum in Migrantenhand e.V. oder die Musketiere Reutlingen e.V. Sie unterstützen geflüchtete Kinder bei der Traumabewältigung oder helfen den Menschen vor Ort. Beide haben angesichts des anstehenden 24. Februars eine Bilanz gezogen.

Am 24. Februar jährt sich der Krieg in der Ukraine zum ersten Mal. Fast genauso lange wird in Deutschland versucht, den Familien zu helfen, die durch den Krieg ihre Heimat verloren haben. Dazu gehören auch viele Vereine, die zum Paritätischen gehören: einem Wohlfahrtsverband, der aus eigenständigen Organisationen besteht.

Einer davon ist das Reutlinger Bildungszentrum in Migrantenhand e.V. Dort gibt es eine klare Philosophie, die für die Betroffenen besonders wichtig ist: viele Gespräche.

"Wir haben fast 90% vom Geld aus dem Projekt für die Personalkosten ausgegeben, weil ihnen das Reden, Zuhören und Zusammensitzen sehr hilft", erzählt Galina Lerner, Geschäftsführung beim Bildungszentrum in Migrantenhand e.V.

Doch auch das Eingliedern in Schulen und in das bürgerliche Leben sei wichtig. Besonders schwierig sei dabei die Unwissenheit darüber, ob und wann die betroffenen Familien wieder in die Ukraine zurückkehren können – vor allem für die Betroffenen selbst, aber auch für die unterstützenden Vereine.

"Man muss versuchen, planlos zu arbeiten. Das ist keine traditionelle deutsche Arbeitsweise, denn normalerweise macht man Pläne und evaluiert danach, wie die Dinge verwirklicht wurden. Hier konnte man zuerst im Wochenschritt, dann im Monatsschritt planen und jetzt planen wir mit dem Horizont bis Ende des Schuljahres", so Lerner. Ob die Familien danach wieder in ihre Heimat zurückkehren können, sei aber nicht absehbar.

Von der aktuellen Situation direkt betroffen ist Inessa Demchenko. Die Mutter musste mit ihrer Tochter aus ihrem Heimatland nach Deutschland fliehen. Sie erzählte, wie das Bildungszentrum ihr und ihrer Tochter am Anfang geholfen hat.

Eva Laufer vom Bildungszentrum hat für uns übersetzt: "Hier wurden all unsere Probleme gelöst, die wir hatten. Die Papiere ausfüllen, wohin geht meine Tochter zur Schule, usw. Es wurde alles bestens organisiert und gelöst. Wir konnten uns hier besser und geborgener fühlen."

Trotz der aktuell schwierigen Situation müsse man für die Zukunft daraus lernen, vor allem, was die Flüchtlingspolitik angeht.

"Es geht darum, dass langfristig und nachhaltig Strukturen in diesem Land etabliert werden, um Flüchtlinge aufzunehmen. Denn weltweite Naturkatastrophen und Kriege sind nicht planbar, aber was planbar ist, sind nachhaltige Strukturen in der Flüchtlingshilfe", so Nathalie Wollmann, Referentin für Migration beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg.

In den Vereinen geht die Arbeit unterdessen weiter. Auch in der Ukraine wird nach wie vor Unterstützung benötigt, z.B. durch die Musketiere Reutlingen e.V. Sie versorgen Betroffene unter anderem mit Lebensmitteln.

Seit die Finanzierung der Vereine eingestellt wurde, arbeiten die Helfer vor allem ehrenamtlich. Wer spenden möchte, kann einen Betrag auf folgendes Konto überweisen:

Spendenkonto

IBAN: DE89 6405 0000 0100 0565 21
BIC: SOLADES1REU
Inhaber: dialog e.V.
Verwendung: Ukraine 2022

Das Bildungszentrum bittet um Verständnis, dass Geldzuwendungsbescheinigungen aufgrund von Personalmangel erst ab einer Spendenhöhe von 100 Euro ausgestellt werden können.


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