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Petersplatz in Rom Kirchenfenster Kerzen Kreuze im Sonnenuntergang

Reutlingen

Foto: RTF.1
Hilfsfonds für die Menschen vor Ort

Viele Menschen können sich die steigenden Lebenshaltungskosten nicht mehr leisten und leben unterhalb der Armutsgrenze. Wer kein Geld hat, sondert sich häufig ab und nimmt auch nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teil. Um dies zu verhindern und den Menschen in ihrem Quartier zu helfen, hat die Kreuzkirchengemeinde Reutlingen zusammen mit der Stiftung lebenswerte Nachbarschaft einen Hilfsfonds eingerichtet, der kurzfristig und langfristig unterstützen soll.

Ein Foto mit dem symbolischen Scheck in Höhe von 20.000 Euro. Ein Tropfen auf den heißen Stein, meint Kreuzgemeinden-Pfarrer Stephan Sigloch, dennoch müsse irgendwas getan werden. "Wir wollen nicht nur darüber reden, dass Nächstenliebe wichtig ist, sondern auch tatsächlich einen Impuls geben und soweit es geht eine konkrete Hilfe geben, für Leute, die Unterstützung brauchen", so Sigloch. "Und wir wollen verhindern, dass Leute sich ganz zurück ziehen ins Private, weil sie einfach auch mit ihrer Armut ganz schwer klarkommen und dann sagen, ich kann eigentlich nirgends mehr hingehen, wo es mich Geld kostet."

Konkret will die Kreuzkirchengemeinde zusammen mit der Stiftung Lebenswerte Nachbarschaft die Menschen im Wohnquartier Ringelbach, Lerchenbuckel und Georgenberg unterstützen. Egal, ob Gemeindemitglied oder nicht. Betreut wird der Hilfsfonds vom Diakonieverband Reutlingen.

"Wir stellen es uns so vor, dass Menschen, mit geringer Rente beispielsweise, mit einer hohen Energienachzahlung konfrontiert sind", sagte Sigloch. "Gaskosten, Ölpreisabrechung, dann habe ich die Möglichkeit, mich an den Diakonieverband zu wenden und zu sagen, Leute, ich komme da nicht klar, ich brauche Unterstützung."

Und dann nach einer Prüfung kann die Rechnung durch den Fonds im besten Fall bezahlt werden. Aber nicht nur diese kurzfristige Hilfe soll den Menschen im Quartier Entlastung bieten – die Hälfte des Fonds wird in eine Beratungsstelle investiert.

"Die Kirchengemeinde und die Stiftung haben zusammen überlegt, hier ein Zeichen zu setzen und versuchen einfach Geld zusammenzutragen, um ein Stück weit, Menschen, die in ganz prekären Situationen sind zu unterstützen, aber gleichzeitig auch eine Sturuktur herzustellen, die es ermöglicht, Menschen zu beraten, zu unterstützen und auch Initiativen hier im Quartier herzustellen", sagte Prof. Jo Jerg, Vorsitzender der Siftung Lebenswerte Nachbarschaft.

Die Beratungsstelle soll deshalb möglichst schnell an den Start gehen, vielleicht schon im März oder April. Finanziert ist sie zunächst für zwei Jahre, und sie soll im Begiz in der Ringelbachstraße 195 ihren Sitz bekommen. Denn viele Menschen, häufig mit Migrationshintergrund sowie ältere Menschen, wüssten nicht, dass Ihnen auch Sozialleistungen zustehen.

"Und was wir immer wieder feststellen, das Ganze ist mit Scham behaftet. Auch hier seine Bedürftigkeit offen zu legen", sagte Dr. Joachim Rückle, Geschäftsführer des Diakonieverbands Reutlingen. "Viele hocken lieber in der kalten Wohnung als dass sie das eingestehen, dass ich nicht genug Geld habe."

Die Beratungsstelle ist deshalb für alle offen. Um noch mehr Menschen in diesen schwierigen Zeiten helfen zu können, freut sich der Hilfsfonds auch immer über Spenden:

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Evangelische Kreuzkirchengemeinde

Stichwort: Hilfsfonds

IBAN DE31 6405 0000 0000 0266 06


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